Speisereste dürfen auch weiterhin in die Unterallgäuer Biotonne

15.4.2014 Landkreis Unterallgäu. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht ab 2015 Änderungen bei der Entsorgung von Bioabfällen vor. Im Unterallgäu bleibt jedoch alles beim Alten.

Das teilt die Abfallwirtschaftsberatung des Landkreises mit. Bioabfälle wie Speise- oder Gemüsereste sowie Gartenabfälle können nach wie vor über die Biotonne entsorgt werden. Die Abfallwirtschaftsberatung hat einige Fragen und Antworten rund um dieses Thema zusammengestellt.

Was ändert sich ab 2015?

Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz müssen ab 2015 alle Landkreise und kreisfreien Städte Bioabfälle separat sammeln. Im Unterallgäu wird dies bereits seit Einführung der Biotonne im Jahr 1996 praktiziert. Neuerungen gibt es in Städten und Landkreisen, die bisher noch keine getrennte Bioabfallsammlung hatten. Diese müssen ab 2015 eine Biotonne für ihre Bürger anbieten.

Wird die Biotonne für alle Bürger im Unterallgäu zur Pflicht?

Nein. Im Landkreis Unterallgäu kann jeder, der möchte, seine Bioabfälle weiterhin im eigenen Garten kompostieren. Wer dies tut, ist von der Biotonnen-Pflicht befreit.

Dürfen Speisereste in die Biotonne?

Ja. In die Biotonne gegeben werden dürfen gekochte und ungekochte Speisereste, verdorbene Lebensmittel, Obst- und Gemüseabfälle, Obstschalen (auch von Bananen und Zitrusfrüchten), Brot- und Gebäckreste, Fleisch- und Wurstreste, Käse-, Quark- und Joghurtreste, Eierschalen, Kaffeefilter, Kaffeesatz und Teebeutel, Nussschalen, Obstkerne und Obststeine, Haare sowie nicht mineralische Tierstreu aus Pflanzenfaser, Stroh oder Holz. Aus dem Gartenbereich dürfen Unkräuter, faules und grünes Obst, Wurzeln, mit Schädlingen und von Krankheiten befallene Pflanzen, Laub, zerkleinerter Strauchschnitt, kleine Zweige und angetrockneter Rasenschnitt in die Biotonne.

Wie oft wird die Biotonne geleert?

Die Biotonne wird alle zwei Wochen geleert. In den Sommermonaten von Juni bis September findet eine wöchentliche Leerung statt.

Was kostet die Biotonne im Unterallgäu?

Die Gebühren wurden zum 1. Januar 2013 um 57 Prozent gesenkt. Eine 60-Liter-Biotonne kostet seitdem nur noch 36 Euro jährlich, die 80-Liter-Tonne 48 Euro und die 120-Liter-Tonne 72 Euro.

Wo kann die Biotonne angemeldet werden?

Grundstückseigentümer können die Biotonne bei der Gemeindeverwaltung anmelden. Mieter wenden sich an den Vermieter oder die Hausverwaltung.

Worauf sollte beim Befüllen der Biotonne geachtet werden?

Die Bioabfälle gut abtropfen lassen, bevor sie in die Biotonne gegeben werden. Den Boden der Biotonne mit zerknülltem Zeitungspapier oder Pappe auslegen und die Bioabfälle in Papiertüten oder Zeitungspapier einpacken. Die Biotonne in ein Tonnenhäuschen oder die Garage stellen und keine kompostierbaren Plastiktüten oder andere Kunststoffe für die Bioabfälle verwenden.

Bei Fragen zur Biotonne gibt die Abfallwirtschaftsberatung gerne Auskunft unter Telefon (08261) 995-367 und -467. I